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Praxis
Prof. Dr. med.
Renzo Brun del Re

Aarbergergasse 30
3011 Bern

Tel: 031/311 59 29
Fax:031/312 39 31

renzo.brundelre@hin.ch
 

Selbstuntersuchung

Testen Sie Ihr persönliches Brustkrebsrisiko

Knoten in der Brust
  • 70 bis 80 % der Knoten in der Brust werden durch die Frau selber entdeckt.
  • Nicht selten wird sie aber auch durch ihren Partner auf eine Veränderung in der Brust aufmerksam gemacht.

Obwohl die Brustselbstuntersuchung von ÄrztInnen, Gesundheitsorganisationen und von den Medien propagiert wird, für viele Frauen diese Untersuchung nicht durch.

Die Gründe, weshalb die Selbstuntersuchung durchgeführt oder nicht durchgeführt wird sind vielschichtig:

Die Frau traut sich diese Untersuchung nicht zu
  • "ich taste so viel und weiss nicht was es ist"
  • "ich weiss nicht wie man es richtig macht"
  • "ich hatte mal ein Merkblatt über die Technik, habe dieses aber verlegt"
Die Frau untersucht sich bewusst nicht
  • "Ich betaste meine Brust nie"
  • "Das macht mein Partner"
  • "Ich habe immer Angst davor, etwas zu finden"
Die Frau untersucht sich gelegentlich
  • "Bei Verwandten oder Bekannten wurde ein Brustkrebs entdeckt"
  • "Man liest und hört so viel in den Medien"
Die Frau untersucht sich, da sie eine Veränderung empfindet oder sieht
  • "In der letzten Zeit sind Schmerzen oder Spannungen in der Brust aufgetreten"
  • "Beim Sport oder beim Arbeiten habe ich einen Schlag gegen die Brust erhalten"
  • "Im BH habe ich entdeckt, dass eine Flüssigkeit aus der Brustwarze austritt"
  • "Im Spiegel habe ich eine Vorwölbung oder Einziehungbemerkt"
  • "Ich habe bemerkt, dass sich die Brustwarze verändert hat"
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Tatsache ist, dass es kaum eine Frau gibt, die nicht mindestens einmal pro Tag ihre Brust abtastet.

Die Frau ist sich aber dessen oft nicht bewusst. Sie schaltet ihren "Tast-Chip" nicht ein oder aber unterbewusst aus. Jede feinste tastbare Hautveränderung im Gesicht, am Hals, am Rücken nimmt sie bei der täglichen Körperflege sofort wahr. Fährt sie sich aber beim Waschen oder Duschen über die Brust, so schaltet sie die Tastwahrnehmung ab.

Aber gerade beim Waschen, Duschen oder Auftragen einer Körperlotion

  • führt die Frau genau die Hand- und Fingerbewegungen durch, die eine Tastbeurteilung ermöglichen.
  • gleitet die Hand durch den Seifenfilm auf der Haut ohne Reibungwiderstand in relativ zügigem Tempo über die Brust
  • übt die Frau keinen starken Druck auf das Gewebe aus
  • kneift sie das Brustgewebe nicht
  • hat sie ihre Finger gestreckt
  • braucht sie für die rechte Brust und Achselhöhle die linke Hand und für die linke Brust und Achselhöhle die rechte Hand
  • braucht sie kein Faltblatt zur "Technik der Brustuntersuchung"
  • sondern lediglich den Hinweis: "Sie untersuchen Ihre Brust korrekt, während Sie Ihre Brust waschen"
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Die Frau entdeckt eine umschriebene Verhärtung, einen Knoten in der Brust

Dies löst Angst und Verunsicherung aus. Primär wird es darum gehen, möglichst schnell die Frau von dieser oft lähmenden Angst und Verunsicherung zu befreien.

Termin bei der Ärztin oder beim Arzt ihres Vertrauens

  • Erfragen der Vorgeschichte
  • Der Arzt oder die Ärztin lässt sich den Befund zeigen
  • die Brüste werden abgetastet
  • die Verhärtung, der Knoten wird beurteilt
    • Lage
    • Grösse
    • Härte (derb, weich)
    • Elastizität (prall, eindrückbar, nicht elastisch)
    • Begrenzung (scharf, unscharf abgrenzbar)
    • Oberfläche glatt, höckerig
    • Verschieblichkeit gegen Haut und Brustmuskel
    • Schmerzhaftigkeit


Es gibt Brustveränderungen, die für die Ärztin oder den Ärzt bereits durch die Betrachtung (Inspektion) und Tastbeurteilung mit grosser Wahrscheinlichkeit als gutartig oder bösartig erkannt werden können. Durch zusätzliche Untersuchungen wie Ultraschall und Mammographie, kann diese Beurteilung erhärtet werden. Besteht aber irgend ein Zweifel an der Gutartigkeit eines Befundes beim Tasten oder beim Ultraschall oder bei der Mammographie, dann muss weiter abgeklärt werden. Es können Veränderungen getastet werden, die man im Ultraschall oder in der Mammographie nicht erkennen kann. Andererseits gibt es Veränderungen, die nicht tastbar sind, aber in beiden bildgebenden Methoden oder in nur in einer erkannt werden können.

Deshalb gilt:
Ein verdächtiger Befund, der mit einer Methode erkannt wird, bleibt verdächtig, auch wenn er mit den anderen Methoden als nicht-verdächtig beurteilt wird.


Die Nichtbeachtung dieses Grundsatzes ist der häufigste Grund weshalb ein Brustkrebs übersehen wird. Bleibt nach diesen Abklärungen eine Unsicherheit bezüglich der Gutartigkeit, so muss eine Gewebeentnahme erfolgen.

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