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Praxis
Prof. Dr. med.
Renzo Brun del Re

Aarbergergasse 30
3011 Bern

Tel: 031/311 59 29
Fax:031/312 39 31

renzo.brundelre@hin.ch
 

Behandlungsmöglichkeiten

Hormone sind nicht ohne

Neuer Gen-Test für individuelle Beratung bei Hormonersatztherapie

Gerade in den Wechseljahren stellt sich für viele Frauen die Frage: Hormonersatztherapie ja oder nein. Pauschalempfehlungen gibt es keine. Die Mediziner sind heute der Ansicht, dass jede Frau individuell therapiert werden soll: "Ich habe den Verdacht, dass früher viel zu viele Hormone verabreicht wurden", so der Wiener Hormonspezialist Prof. Johannes Huber.

Um Frauen gezielt und individuell beraten zu können, hat Prof. Huber deshalb mit dem Wiener Labor GenoSense einen Gen-Test entwickelt. Der Test mit dem Namen FemSensor erkennt 28 Gen-Mutationen in 18 Genen, die beeinflussen, wie Hormone im Körper wirken. Das ist vor allem bei der Hormonersatztherapie wichtig, denn falsch gewählte oder falsch dosierte Hormone könnten zu einem Tumor beitragen, oder Thrombosen, sowie Herz- und Kreislauferkrankungen begünstigen.

"Es kann sein, dass beim Test herauskommt, dass eine Frau durch Hormonersatztherapie mehr Schaden als Nutzen hat und deshalb gar keine Hormone nehmen soll, auch wenn sie unter Wechseljahr - Beschwerden leidet", so Prof. Mario Litschgi, Chefarzt der Frauenklinik am Kantonsspital Schaffhausen. Prof. Litschgi arbeitet gelegentlich mit dem Gen-Test. Er benutzt FemSensor vor allem für Frauen, in deren Familien bereits Brustkrebs, Thrombosen oder Herz- Kreislauferkrankungen vorkamen, oder die trotz wohl dosierter Hormonersatztherapie Beschwerden haben.

Ergibt der Test, dass diese Gefahren auch bei der Patientin bestehen, so bespricht Prof. Litschgi mit der Patientin entsprechende Massnahmen wie: Weglassen der Hormone, Ersatz durch Phytoöstrogene oder Lifestyle - Massnahmen wie das Absetzen von Nikotin und Alkohol, Nahrungsumstellung und Bewegung.

Wie der Test funktioniert
1. Der Gynäkologe entnimmt der Patientin 2 ml Blut oder macht einen simplen Mundabstrich. Diese Probe schickt er ins Labor. Dort wird daraus die DNA - das Erbmolekül in all unseren Körperzellen - isoliert.
2. Im Labor werden mikrofeine Tröpfchen einer synthetisch hergestellten DNA auf einen Glaschip aufgebracht; und zwar eine Reihe mutierter und eine Reihe nicht mutierter DNA.
3. Die menschliche DNA wird ebenfalls auf diesen Glaschip gebracht. Die mutierte menschliche DNA dockt nun an die mutierte künstliche DNA an, und die nicht mutierte menschliche DNA dockt an die nicht mutierte künstliche DNA an.
4. Der Fachmann erkennt daraus, welche relevanten Gene mutiert, also verändert sind und welche nicht. Daraus kann er auf die Hormonverarbeitung im Körper schliessen.
5. Die Analyse leitet er mit einer Interpretation an den Gynäkologen weiter.

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Adressen und Kosten
Vorläufig ist die Firma "GenoSense - Diagnosics, Blutannahmelabor", Lazarettgasse 6-8, A - 1090 Wien, das einzige Labor, das den Test durchführt, analysiert und interpretiert. FemSensor muss selbst bezahlt werden und kostet derzeit zwischen Fr. 700.-und 900.--. Für den Test genügt eine Blutentnahme oder ein Mundabstrich, die vom Gynäkologen express und gekühlt an GenoSense geschickt werden.

In der Schweiz arbeiten folgende Ärzte mit dem Test:

Prof. Dr. Renzo Brun del Re
Aarbergergasse 30
3011 Bern
Telefon: 031 311 59 29

Prof. Dr. Mario Litschgi
Chefarzt Frauenklinik Kantonsspital Schaffhausen
8208 Schauffhausen
Telefon: 052 634 34 34

Dr. Christoph Winkler
Geburtshilfe und Gynäkologie Altes Spital Via Nuova 1
7503 Samedan
Telefon: 081 852 58 68

Dr. Heide-Maria Troxler
Via Tinus 18a
7500 St. Moritz
Telefon: 081 833 80 66

Dies ist ein Artikel aus PULS,
dem Gesundheitsmagazin von SF DRS

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